Sonntag, 3.5.26
In Frankreich sind Croissants ein Muß, finde ich! 350 kcal, ungesunder heller Teig – aber köstlich! Also verlassen wir am frühen Morgen das immer noch vor der Autobrücke romantisch festgemachte Boot und gehen in eine Boulangerie. Bepackt mit 2 Tüten – Baguette muss es schließlich auch sein – legen wir kurze Zeit später ab: Ziel: Charlesville Meziere, Alternative falls wir das nicht schaffen: Montherme. Direkt hinter Givet Schleuse und Tunnel (s.o.), 3. Schleuse kaputt – halbe Stunde Reparaturzeit. Alles klar: es wird Montherme! Leider letzte Schleuse des Tages kurz vor Ziel nicht in der Karte unter ihrem Namen verzeichnet – die haben wir übersehen und sind zu spät dort angekommen – 18.15 keine Chance (Schleusenöffnungszeiten 9.00 – 18.00). Anleger direkt vor der Schleuse in der Pampa, Essen an Bord.

Montag, 4.4.26
Keine Croissants weit und breit! Aber auf die Minute genau schaltet die Schleuse ihr rotes Licht an und ich laufe mit der Fernbedienung ein Stück zurück, um sie zu bedienen. An Montherme vorbei weiter nach Charleville Mezière in eine richtige Marina, wow! Mit Einfahrt, Anmeldung, Sanitärhäuschen, Strom und allem drum und dran! Unseren Platz können wir aussuchen, es gibt nur 7 Boote obwohl Platz für 88 ist. Aber irgendwie hat die Saison noch nicht richtig angefangen! Wir gehen einkaufen – auch Croissants – und fahren mit Taxi zurück an Bord wegen der vielen Wassersixpacks…
Anschließend Ortsbesichtigung und Fisch zum Dinner.


Dienstag, 5.5.2026
Heute kommt meine Cousine! Sie will noch 2 Tage von Bodo lernen, was so zu tun ist beim An/Ablegen und in Schleusen und dann noch ein bißchen mit mir weiterfahren. Ich freue mich schon, denn so gut kennen wir uns gar nicht. Zeit, dies nachzuholen! Ihre Partnerin und eine gemeinsame Freundin bringen sie zum Boot und machen dann einen Roadtrip… mehr oder weniger parallel zu uns. Treffpunkt ist Pont-à-Bar am Beginn des Ardennenkanals, denn dort ist eine Servicestation. Nicht nur Diesel gibt es dort, sondern auch einen Bootsshop! Finde ich großartig! Außer Mawi haben alle Boote, die wir sehen (sind nicht so viele, aber immerhin…) gefühlt 1777 Fender, auf jeden Fall aber 5 – 6 pro Seite. Ich besitze nur 5 Fender insgesamt und in den Schleusen wird immer leicht hektisch umgehängt. Weicht das Heck dann doch einmal aus und droht an der gegenüberliegenden Schleusenwand anzuecken, bekomme ich jedes Mal Streß! Und das will ich ändern!
Aber erstmal werden wir in der letzten Schleuse vor unserem Ziel beobachtet – meine Cousine ist schon da und winkt uns fröhlich zu! Und fotografiert!

Das finde ich so nett, dass ich erstmal an der Tankstelle vorbeifahre und dann im engen Kanal wenden muss – klappt inzwischen recht gut, aber ich bin doch jedes Mal froh, wenn ich es geschafft habe.
Nach großem Hallo 102 Liter Diesel getankt, dann in den Shop, der tatsächlich einer der einzigen auf dem Weg gen Süden ist… 6 Fender! erstanden und direkt aufgehängt: jetzt können die Schleusen kommen! Wir müssen nichts mehr jeweils auf den Seiten verändern (waren sowieso die einzigen, die das so gemacht haben – die Frau im Laden guckte mich völlig verständnislos an, als ich vom Umhängen sprach und dass dies schnell gehen müsse….)


Noch ein wenig mit der Besitzerin des Shops weiter geplaudert: Hauptroute gen Süden bei Commercie bis auf weiteres GESPERRT !!! Es kann einfach nicht wahr sein!!!!!!!!!!!!!!!
Wegen inzwischen einsetzendem strömenden Regens bleiben wir an Ort und Stelle und wollen nach dem erneuten Schreck die Karten studieren, dies natürlich am besten bei einem Willkommensaperitif in der Hafenkneipe!
