Bald in Frankreich!

Mittwoch 30.4.26

1. Telefonat mit Herrn Schwarz aus Greifswald wegen des AIS – Backskiste ausgeräumt und hineingekrabbelt – auch nicht meine Lieblingsbeschäftigung! AIS-Gerät lokalisiert: leuchtet grün, also Strom ist drin, Kabel ist auch dran!

Nach Huy am Fluss entlang gewandert, auf dem Platz Kaffee getrunken, Croissants leider ausverkauft. Dann die Kathedrale Notre Dame de Huy (1377 heutiger Chor eingeweiht) besichtigt: großartig!

Ablegemanöver wieder bei viel Wind, eine Leine und der dicke Fender landen im Wasser, aber Bodo fischt nach erneutem Anlegen beides heroisch wieder raus. Dann gen Namur! Leider die 3. Schleuse bei unserer Ankunft schon zu, sodass wir am Stadtanleger festmachen müssen. Schade, hätte gern in Port d´Amée den Mann mit der Katze wieder getroffen.

Donnerstag 1.5.26

Erneutes Telefonat mit Herrn Schwarz – diesmal nur am Plotter. Leider weiterhin kein AIS! Wir verabreden für Mitte Mai einen Videochat- dann muss ich die Backskiste wieder ausräumen und eine Verschalung vor dem ganzen Kabelsalat abschrauben…mal schauen…. Maas und Kanäle sind sehr schiffsleer – auf der Rhone möchte ich das AIS auf jeden Fall haben! Immerhin Bilge pulvertrocken – ein Lichtblick!

Nach leckerem Müsli Start nach Waulsort – 7 Schleusen bei feinstem Wetter . Die ersten 2 Schleusen sind so entspannt, dass ich ebenfalls entspanne, aber es kommt dann ja die dritte….und die sieht so aus:

Der Schleusenwärter hatte uns hinter den Frachter gelockt, Abstand zu einem Ausleger des Frachters etwa 1,50m, Adrenalin pur! Dauernd etwas Rückwärtsgang – Stress!

Dafür die Landschaft danach umso schöner, grün strahlende Ardennen in Supersonne! Ankunft Waulsort gegen 18.30 und noch eine lange Runde in den Ort gelaufen. Das Boot des Belgiers Francis (letztes Jahr in Namur kennengelernt) sollte hier sein, ist aber nicht da.

Freitag, 2.5.26

Morgens gemütlich – Wäsche gewaschen und während des Trockenes mit der einzig handbetriebenen Fähre der Maas auf die andere Seite gefahren. Der Ort ist winzig und schnell besichtigt, noch ein Snack an der Maas und zurück mit dem an California Sunny Boy erinnernden Fährmann. Wäsche eingesammelt und gegen 14.15 los. Bald sind wir in Frankreich!

Die 2. Schleuse ist die Entscheidende! Ich steige nach dem Bootsaufstieg aus, registriere Mawi und mich und nehme eine Fernbedienung für die automatischen Schleusen Frankreichs entgegen. Nur die folgenden 2 sind noch mit einer Person besetzt, danach ist alles automatisiert.Wir sind gespannt! Noch weiteren 3 km und dann überfährt Mawi auf dem Plotter tatsächlich die Grenzlinie – auf der Maas sichtbar ist sie nicht. Es ist geschafft: ich bin in Frankreich und muss „nur“ noch gen Süden zum Meer.

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