
Nuku Hiva

Ankunft in Taiohae, der Weltumseglerbucht….Jeepfahrt an spektakulären Ausblicken vorbei nach Taipivai, Tikis in Hatiheu


Ua Pou
Einfahrt in die sehr beeindruckende Bucht von Hakahau mit ihren vielen Felsspritzen, die fingerförmig hochragen. Früher, bei den Enata, also den Männern, hieß sie die Bucht der Penisse, das haben die Missionare aber rasch geändert 😀.


Kleine Wanderung auf einen Aussichtspunkt…dann alleine losgelaufen, aber wie schon so oft…streunende 🐕 verstellten mir vermeintlich den Weg…ich Angsthase!
Einen zahnlosen dort lebenden Europäer getroffen ….mh. Es gibt Plätze auf der Welt wo ich gut leben könnte, die Marquesas in ihrer Abgeschiedenheit sind zum Bewundern, aber ein Leben könnte ich mir dort nicht vorstellen. Es gibt 6 Schuljahre, wer mehr lernen möchte muss nach Tahiti. Dort kann man auch 3 Jahre Uni besuchen, danach muss man nach Frankreich falls man sich das leisten kann und das können die wenigsten (zur Info: Papeete gilt als eine der teuersten Städte der Welt, die Preise sind wirklich beachtlich. Ich finde vieles sehr teuer, aber wie sich die Bevölkerung das Leben hier leisten kann, habe ich noch nicht herausfinden können).
Hiva OA
Ankunft an einem Sonntag und an einem bunten, fröhlichen und gesangreichen Gottesdienst teilgenommen. Trommeln und Ukulelen…leider ist es nicht gelungen die Kostprobe hier hochzuladen. An die Adventszeit gedacht und das erst Mal einen Anflug von Heimweh verspürt…
Zweitgrößten Tiki Polynesiens besichtigt: Taka Iti – heißt „rot vor Zorn“, war bestimmt nicht der freundlichste Erdenbürger..

Seine Gemahlin Mahuapepe ist gebärend in hinreichendem Abstand verewigt – sie starb bei der Geburt.
Nachmittags auf Tahuata, einer Insel, die nur durch den 4km langen Bordelais Channel von Hiva Oa getrennt ist. Kennenlernen von Ernesto, einem Exbotschafter Perus, der Schriften über den Einfluss Perus auf die Marquesas veröffentlicht hat. Wenn ich an meine kleine peruanische Figur denke, die ich im Alter von jungen 22 Jahren gekauft habe und mir die hiesigen Schnitzereien anschaue…wirklich ähnlich.
Am nächsten Tag dann nochmal Hiva Oa, diesmal Atuona…1Stunde wandern, dann auf dem Friedhof und Besuch der Gräber von Gauguin (1903 hier gestorben) und Jacques Brel (1978 in Frankreich gestorben), in Hiva Oa, seiner letzten Wohnstätte, begraben.

Selbstporträt
Anschließend die beiden Museen besucht: Gauguins groß, etwas überladen mit Replikaten, Brels klein, voller Texte und voller Musik. Ich wusste gar nicht, dass er segelnd auf Tahiti angekommen war….Auf Hiva Oa hatte er ein kleines Flugzeug mit dem er vielen Einwohnern half…

Letzter Satz:“ Jeder hat eine bestimmte Anzahl von Träumen, denen er sich widmet.“ Habe mich also mal ins Gästebuch eingetragen!
Fatu Hiva
...die schönste der Inseln und der Traum der Reiseträume…die entfernteste Insel von Tahiti aus gesehen obendrein…Klippen, Palmen, nur 2 Ortschaften, die durch eine nicht asphaltierte Straße miteinander verbunden sind: Omoa und Hanavave.
Hier wollten die Mutigen wandern..Matsch war angekündigt, 7,5km bergauf und 8,5 km bergab. Mit Picknick…Trotz fehlender Wanderschuhe 🥾 (hatte ich Bodo ungeschickter- weise mitgegeben) hatte ich mich angemeldet und gefreut.

Leider wurde die Wanderung von der Managerin der Aranui aus Sicherheitsgründen sehr kurzfristig abgesagt…es gab zwar nicht oben abgebildeten 🌞, sondern immer wieder strömenden Regen, aber….
7 Leute sind einfach trotzdem gegangen. Sieben Menschen aus vier Ländern, da lag die Gründung der Gruppe: „Groupe internationale revolutionaire en marche „ sehr nah und wir hatten einen riesigen und sehr nassen Spaß. Gefährlich war es kein bisschen, nur glitschig.




Aber ein bißchen fühlten wir uns wie die Schulkinder auf verbotenen Wegen beim Ausflug… Letztlich war es eine tolle Wanderung, wir waren nur eine kleine Gruppe und nach Rückkehr zur Aranui waren alle traurig nicht mitgelaufen zu sein. Fatu Hiva zu durchlaufen war besonders!
Der Tag endete sehr zufrieden, sehr nass, sehr dreckig und sehr sehr hungrig! 😋
Ua Huka
..die älteste der Inseln, halbrund, wie Fatu Hiva. Die andere Hälfte ist jeweils unter Wasser.
Ua Huka hat das beste und modernste Museum, eröffnet für das vierjährig stattfindende Marquesas Art Festival 2015.


Und einen botanischen Garten mit all den einheimischen (es gab wegen der Abgeschiedenheit nur etwa 400 verschiedene Pflanzen, da es nur Sporenbildner mit dem Wind hierhergeschafft hatten) und eingeführten Pflanzen.

600 Einwohner, immerhin drei Orte: Vaipaee – Hokatu – Hane.
Am letzten Tag nochmals kurzes Anlegen in Nuku Hiva,
…kleine Wanderung mit 2 Franzosen der „revolutionären“ Gruppe, Hut verloren 😥 , kurzes Anlegen auf Ua Pou und mit einer Paddelkinderschule Boote mit Ausleger gepaddelt (fanden Kinder…

… Jugendliche und wir gut!), dann Abschied von den Inseln, bei Sonnenuntergang an Ua Pou vorbei gen Tuamotus und Gesellschaftsinseln, wo ein letzter Stop auf Bora Bora geplant war. Etwas Wehmut…
