
Was für ein Kulturschock! Nach 6 Wochen Französisch Polynesien mit einem Gebiet größer als Europa (incl. Wasser) und ca. 250.000 Einwohnern jetzt eine 7,4 Millionen-Stadt! Und kalt, 18 Grad! Brrr! Und Nebel!
Nach zunächst vermisstem Gepäck erst nach Mitternacht eine teure 11qm Hotelzelle bezogen, im 30.Stock, denn in der Fläche ist kein Platz. Hafenaussicht mit Kran vor dem Fenster, da ist erstmal „fremdeln“ angesagt. Und 🛏 💤 schlafen 😴!
Aber der nächste Tag startet nicht besser, ich kann irgendwie nicht herumlaufen, denn man kommt nicht über die Straße. Es geht nicht! Dicke Zäune versperren auf der Mittellinie meine Planungen und ich laufe ewig in eine, nämlich in die falsche Richtung. Steige in eine Straßenbahn und fahre irgendwohin. Das versöhnt, denn die Straßenbahnen 🚊 sind bunt und doppelstöckig und man kann für wenig Geld viel von Hongkong sehen. Auch wenn man nicht weiß, wo man ist. Aber irgendwann gibts eine MTR-Schnellbahn-Station und dafür habe ich einen Plan. Und die fährt nach „Central“, wo ich ja eigentlich hinwollte.
Zu sehen sind dort die Gebäude der Finanzriesen, das höchste Haus der Bank of China mit 461 m und das teuerste Hochhaus der HSBC Bank. Jede Bank macht eigenes Geld, es gibt 4 verschiedene Scheindesigns. 
Und in all dem Getümmel der Großen und Reichen das alte ehrwürdige Mandarin Oriental Hotel, welches früher direkt am Wasser stand. Aber Hongkong gewinnt immer mehr Land…und so ist es nach hinten gerückt.
Richtung Wasser dann auf die Hongkong Gallery gestoßen, eine Ausstellung über gestern, heute und – fast gruselig – morgen. Da war das Fahren mit dem Observation Wheel, einem Riesenrad, besser:
Per Fähre auf die Halbinsel Knowloon, da klappte dann das Herumlaufen besser, sogar bis die besockten Füße in den ungewohnten Schuhen schmerzten. Noch den Temple Street Night Market besucht und fast einer der unzähligen Wahrsagerinnen und ihren Tarot-Karten zum Opfer gefallen. Im letzten Augenblick die Kurve gekratzt.
Zurück auf Hongkong Island noch 1 Stunde touristische Bootsfahrt gebucht um die nächtliche Skyline samt täglicher Lasershow zu bewundern. Ein sehenswertes Spektakel!
Tipp einer in London lebenden Inderin, die auch auf dem Boot war: „Women welcome women“, eine Organisation für reisende Frauen. Bin direkt Mitglied geworden, mal sehen, wer mich in Zukunft so alles besucht.
Der 2. Tag in Hongkong: immer noch kalt, aber alles viel besser! Hatte eine Walking 🚶♀️ Tour gebucht und war die einzige. Großartig! Mit netter Ex-Englischlehrerin in kleine Gassen, zum Market für dried Seafood, zu einem alternativen Künstlerhaus, zur längsten Rolltreppe der Welt…



Und ich verstehe endlich, wie ich mich zu Fuß fortbewegen kann, nämlich entweder in Tunneln unter dem Verkehr oder aber auf Brücken über allem, letzteres ist besser. In Soho Kaffee getrunken, lustige chinesische Candies probiert und sehr vergnügt nach diesem tollen Stadtspaziergang weiter geschlendert.
Nachmittags dann das „Must Go“ und ein Ausflug mit der Zahnradbahn zum Peak of Hongkong. Was für ein Gewimmel von Souvenirläden! Keine Aussicht, da immer noch Nebel! Aber eine feine kleine Wanderung um den Peak herum…kaum ein Mensch unterwegs.
Abends im Kneipen- und Restaurantviertel Lan Kwei Fong, unterwegs – da scheint halb Hongkong zu sein!
Am letzten Tag in Hongkong- man staune – die ☀️! Direkt sieht alles viel netter aus und ich begebe mich zum Museum of History. Super! In 8 Kapiteln wird die Geschichte der Stadt dargestellt, es gibt Nachbauten von Läden, Häusern, Marktstände und Schiffen. Filme, alte Fotos…Und man bekommt eine kleine Idee von dieser rasanten Entwicklung, die hier stattfand. Die für uns so lieblos aussehenden Häuserschluchten entstanden übrigens nach einem Riesenfeuer 1953, als fast alle der damaligen Holzhäuser abbrannten.
Flucht am Nachmittag nach Lamma Island, eine von den mehr als 260 Hongkong Islands. Wie anders! 2 Dörfer, keine Autos, Wandern, leckerer Fisch und Ruhe!

Fazit: sehr spannende und vielfältige Stadt, spannende Eindrücke! Um die Stadt zu verstehen braucht es viel mehr Zeit!