Papeete – Tahiti

Nach etwas turbulentem Flug (Flughafen Auckland vorübergehend wegen schlechten Wetters geschlossen, 45 Minuten gekreist, dann eine Wackelpartie – also wie gemacht für Flugmemmen, deren Spezies ich ja leider angehöre 😳) abends um 23 Uhr in Papeete gelandet, Musik zur Ankunft, das machte direkt gute Laune.Per Taxi zum Ery Appartment: eine perfekte Unterkunft: bezahlbar (hier eher selten), ruhig, blitzsauber, AC, riesig mit 2 Zimmern und nah an allem! Müde ins Bett und darüber nachgedacht, wie die Menschen früher gereist sind.

Nach „Die Australierin“ , leichte Lektüre über die australische Einwanderung in Familiensagaromanform, lese ich gerade „Teori“, ein Buch von Andreas Kollender über die Reise des George Forster, der 1771 die 2. Expedition von James Cook als damals 17 jähriger Schreibassistent seines Vaters begleitet hatte. Über diese Reise schrieb er damals einen Bestseller….den habe ich auch dabei. Was unglaublich heutzutage scheint: die Mannschaft von Cook fühlte sich obermodern, denn man hatte neben den üblichen Navigationsinstrumenten 3 Chronometer dabei, davon eins von Kendall zum Testen. Außerdem gab es 60 große Fässer deutschen Sauerkrauts und Cook soll alle gezwungen haben dieses auch zu essen. Sein Schiff war damit am wenigsten von Skorbut betroffen, während auf dem parallel segelnden Boot Menschen an Vitamin C Mangel sogar starben.

Heute setzt man sich einfach in ein Flugzeug und selbst davon bin ich ermattet! Also: lange geschlafen ….den sonntäglichen wohl sehr bunten und fröhlichen Gottesdienst verpasst und einfach so losgeschlendert.

Hier ist es noch obersonntäglich (am 7. Tage sollst Du ruhen“) und es ist nichts, wirklich NICHTS geöffnet. Straßen wie ausgestorben, allein etwas zu essen aufzutreiben kostete einige Mühen. Folglich auch geruht und den Nachmittag lesend und schreibend verbracht.

Abends einen kleinen Foodstallmarkt gefunden, asiatische Küche und eine nette Bekanntschaft mit einem israelischen Galeristen. Noch ein Bier 🍺 gemeinsam getrunken und über Freiheit, Glück und Politik diskutiert.

Heute alles wieder offen…aber: eigentlich ist hier auch „geöffnet“ nichts los. Markt und Perlenmarkt bewundert, ein wenig herumgelaufen und – als hätte ich nicht schon genug Gepäck – ein buntes Blumenkleid erworben 👗 🌸🌼. Dauerte eine Weile bis ich meine Größe fand, das Schönheitsideal ist hier eher der Renaissance abgeschaut und es sind eigentlich alle Menschen – die Frauen aber im Besonderen – unseren Maßstäben zufolge übergewichtig oder adipös.

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